Wissenswertes über Kleingärten

 (Rechte, Pflichten, Verhalten bei Pächterwechsel, Pflanzentipps...) 

finden Sie unter:

Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.,

Territorialverband "Sächsische Schweiz" der Gartenfreunde e.V.

Kulturschädling Kartoffelkäfer

Da der Kartoffelkäfer und seine Larven in Europa keine natürlichen Fressfeinde kennen, wird ein Befall innerhalb kürzester Zeit zu einer schwer kontrollierbaren Plage. Käfer und Larven fressen an den Blättern. Das kann zu einer vollständigen Entlaubung führen. Durch den Verlust der Blattmasse wird die Knollenbildung gehemmt.

Nach Überwinterung im Boden fliegen die ersten Käfer ab Anfang Mai. Sie legen im Juni ihre langen , ovalen Eier paketweise an den Blattunterseiten der Pflanzen ab. Ein derartiges Paket umfasst etwa 20 bis 80 Eier. Jedes Weibchen ist in der Lage, insgesamt 400 bis 1200 Eier pro Zyklus abzulegen.

Innerhalb eines Monats haben sich die Larven des Kartoffelkäfers dreimal gehäutet und verpuppen sich. Nach circa zwei Wochen schlüpfen die Kartoffelkäfer.

                Bekämpfung:

  • Blätter auf Eigelege kontrollieren und entfernen
  • Käfer und Larven absammeln und zerquetschen
  • Pflanzenschutzmittel mit den Wirkstoffen des Neem - Baumes
  • Larven mit Gesteinsmehl bestäuben
  • anpflanzen von Lein in einer benachbarten Reihe

Fingerhirse

 In den letzten 20 Jahren wurden zahlreiche Hirsearten nach Mitteleuropa eingeschleppt, die sich seit dem explosionsartig verbreiten.

Die Fingerhirse macht sich vor allem in lückenhaften, dünnen Rasenflächen, auf Wegen und Beeten breit und ist resistent gegen die meisten Unkrautvernichtungsmittel.




Die ab Ende Mai keimende Fingerhirse bildet  größere Horste und verdrängt dadurch im Rasen die Rasengräser.

Leider  verträgt die Fingerhirse einen Rasenschnitt sehr gut und bildet einfach kurze Blütenstiele unterhalb der Rasenschnitthöhe.

Wenn der pH-Wert des Bodens sauer ist, kann sich Hirse leicht ausbreiten. Es ist dann sinnvoll, den Rasen zu kalken, um das Wachstum zu unterbinden.


Die einjährige Pflanze vermehrt sich über Samen, eine einzige Pflanze kann mehrere Tausend Samen produzieren, die im Boden bis zu 80 Jahre überleben können.

Entdeckt man ab Ende Mai Hirse im Rasen, sollte man so frühzeitig wie möglich per Hand ausreißen oder ausstechen!

Die Bildung von Samen gilt es unbedingt zu verhindern!

 

Was ist

"Kleingärtnerische Gemeinnützigkeit"

Kompost

 Wie die meisten wissen, wird beim Kompostieren aus Garten- und Küchenabfällen Erde. Damit das gut funktioniert, müssen aber Zusammensetzung und Umwelt stimmen. Für einen guten Kompost muss kohlenstoffreiches (braunes) mit stickstoffreichem (grünem) Material gemischt werden. 
Der beste Kompost-Platz ist der Halbschatten. Die Mikroorganismen im Kompost brauchen Wärme, um ihre Arbeit zu verrichten. Außerdem muss der Kompost Kontakt zum Erdboden haben, damit die benötigten Bakterien und Pilze einwandern können.